Laut Statisitk nimmt die Gewalt an Berliner U-Bahnhöfen zu, waren es 2009 noch 1252 Fälle, sind es 2010 schon 1370 Fälle an Körperverletzung. 63 der insgesamnt 173 U-Bahn Stationen gelten mehr oder weniger als Schwerpunkte der Gewaltkriminalität. “Spitzenreiter” sind:
– 99 Alexanderplatz (U2, U5, U8)
– 95 Hermannplatz (U7, U8)
– 67 Kottbusser Tor (U1, U8)
– 56 Zoo (U2, U9)
– 55 Osloer Straße (U8, U9)
– 45 Leopoldplatz (U6, U9)

Bei den aufgelisteten Zahlen handelt es sich nur um gemeldete Gewaltdelikte.
Die Dunkelziffer ist nach Auffassung von Sicherheitsexperten jedoch viel höher.

Die U8 wird als unheimlichste aller Linien empfunden, denn sie führt von Neukölln nach Wedding.
Neben der U8 sind auch in der U9 besonders viele Rauschfitdealer unterwegs, oft auch Minderjährige.
Ebenso als klassischen Drogendealer-Strecke gilt die U6 zwischen Friedrichstraße und Leopoldplatz.

Die Polizei versucht mit Schwerpunkteinsätzen der Lage Herr zu werden, doch damit allein bekommt die Polizei anscheinend die Kriminalität in der U-Bahn nicht in den Griff. Denn besonders seit die Polizei im Jahr 2003 aus Kostengründen das Einsatzkommando BVG auflöste, sind viele U-Bahnhöfe verwaist. Die rund 70 Polizisten, die damals zusammen mit BVG-Personal Streife liefen, wurden abgezogen. Es gibt Meinungen dass dies ein Fehler war und angesichts der steigenden Gewalt Notrufknöpfe auf den Bahnsteigen einfach nicht ausreichen, da die BVG und Polizei mehr in Personal investieren müssten.

Quelle: link Berliner Zeitung

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