Der Erfolg von Haruki Murakami ist phänomenal. Die erste halbe Million von seinem neuestem Roman „1Q84“ war in Japan in wenigen Stunden vergriffen. Inzwischen haben über eine Million Japaner, zwei Millionen Chinesen und Koreaner das Buch gekauft. Die für deutsche Verhältnisse nicht gerade kleinliche Startauflage von 65.000 Exemplaren des über 1000 Seiten dicken Wälzers hat keine Woche gereicht für die rasant wachsende Murakami-Fangemeinde. Wie ein Popstar wurde der 62-jährige Bestsellerautor bei seinem Überraschungsauftritt im Berliner Admiralspalast Mitte Oktober empfangen.

Dabei ist der japanische Schriftsteller ziemlich medienscheu. Um unerkannt zu bleiben und Zuhause wie ein normaler Mensch U-Bahn fahren und durch die Straßen laufen zu können, tritt er nicht im Fernsehen auf und gibt sehr selten Interviews. Und in denen erzählt er nichts über sein Privatleben. Aus seinem Buch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ wissen wir, dass er sehr diszipliniert Sport treibt, schwimmt, joggt, sogar Marathon läuft– und dass er sehr früh aufsteht. Um neun Uhr morgens empfängt er uns, ganz leger in Jeans und T-Shirt, in seinem Hotelzimmer mit Blick auf den Gendarmenmarkt.

Interview Murakami mit der BZ

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