ja ja die sagenumwobene deutsche Leidkultur – oder Moment – hab ich mich verschrieben oder hab ich’s falsch verstanden?
Sie jammern.
Ach ja, sie jammern gerne die Deutschen – Nicht zu vergessen, wenn sie das Jammern anfangen, dann auch immer gerne über die Ausländer, die Schlimmen. Alles ist schlimm, so ist es dem Deutschen recht: leiden muss er.
“Uns geht es ja so schlecht und die bösen bösen Ausländer” – schuld sind alle außer wir selbst.
Der Mob der nur darauf lauert den nächsten sich versteckenden Grund zur gemeinsamen Parole zu finden gegen: sie, die Anderen.
Und dann geht’s los. Überall. Jede Zeitung, jede Berichterstattung, jede Meldung hat plötzlich irgendwo im Hinterkellerchen eine message die sagt:
– schau her, es waren Ausländer beteiligt;
– oder schau her, trau dich, viele deutsche denken eigentlich genauso.
Man darf’s ja nicht sagen, aber wir tun es, im Hinterkellerchen, versteht sich, wir sind ja die Medien. Unabhängig sind wir.
Man trifft den Nerv der Zeit und dann schwappt die Welle über, hinüber zu den Stammtischen. Die weizenbiertrinkenden Deutschen am runden Tisch, die sich eh nichts mehr zu sagen haben. Eben kocht sie wieder hoch die Stimmung, jeder kann noch einen Satz hineinwerfen in den Haufen der Beschimpfungen. Emotional kann’s dann auch mal hergehen, aber nicht zu sehr, wir sind ja Deutsche – lieber nochmal ärgern und klagen wie schlimm doch alles ist!

Die deutsche Leidkultur, als ob es auf der Welt nicht weitaus dringlichere Probleme gäbe..wie beispielsweise unsere Umwelt, das Klima..wenn sie doch nur weiter schimpfen können dann ist es gut. Dann bekommen Ihre der “deutschen Rasse” zugehörigen Kinder schon gar nicht mehr mit, dass es sowas wie Grenzen gab, denn dann kann es sein, dass keiner mehr lebt, ob Ausländer oder nicht, auf diesem Planeten..

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