..den Jugendlichen und Betreuern aus Ameland?

..was geschah: Die mutmaßlichen Täter sollen bei der Ferienfreizeit des Stadtsportbundes Osnabrück jüngere Kinder gequält haben. Die Opfer seien im Schlafsaal aus den Betten herausgerissen und in die Mitte des Raumes gelegt worden. Ihnen sei dann die Hose heruntergezogen worden, um ihnen Colaflaschen, Stiele von Kehrschaufeln oder Besen in den After zu stoßen.

..die Täter: Zum Kreis der Täter zählen nach Angaben von Polizeibeamten auch zwei 13- Jährige, die zuerst sogar selber Opfer waren. Drei Verdächtige hätten gestanden, während der Ferienfreizeit in einem Schlafsaal mehrere 13-jährige Jungen mit Gegenständen missbraucht und gequält zu haben. Der Kreis der potentiellen Täter sei jedoch größer. Es wird davon ausgegangen dass bis zu 13 Personen als Beschuldigte in Betracht kommen. Alle aus der Gruppe sollen 13 bis 16 Jahre alt sein.

..wie es mit dem Fall weiterging..

..die Jugendlichen: “Das Verfahren gegen die minderjährigen Beschuldigten könnte auch mit einem Anti-Aggressionstraining enden, sagte der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. Er verwies auf den Erziehungsgedanken im Jugendstrafrecht.” (3.08.2010)
..die Betreuer: Während des Ferienlagers ist anscheinend unter den Jugendlichen der Begriff “Fisting” gefallen. Der Ausdruck stammt aus der Schwulen- und Sadomaso-Szene und bezeichnet das Einführen von Fingern und Hand in die Vagina oder den After. Er selber habe diesen Begriff erst nach dem Ferienlager von einem Jugendlichen gehört und habe zunächst damit nichts anfangen können, sagte der Leiter des Feriencamps, Dieter Neuhaus. Das Ehepaar, das das Feriencamp geleitet habe, sei eher älter und gehöre schon seit vielen Jahren zum Betreuerteam. Bisher gab es widersprüchliche Aussagen dazu, wer wann was von den Missbrauchsfällen gewusst oder geahnt hatte, und ob einzelne Jugendliche sich Erziehern anvertraut hatten. Unbestritten ist, dass es in dem Schlafsaal zu schweren sexuellen Misshandlungen kam. Sollten einzelne Betreuer wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt werden, droht ihnen laut Oberstaatsanwalt Retemeyer eine Geldstrafe. (21.07.2010)

Quelle: die Welt, n-tv

Advertisements