Im Falle des Oberbürgermeisters von Duisburg, finde ich, fällt eine Entscheidung recht einfach. Der Erwähnte besteht auf die Ansicht: “er sieht keinerlei eigene Mitschuld an der Katastrophe auf der Love Parade” (Zitat, Stand 29.07.2010)

Liegt es daran, dass er offiziel keine Unterschrift auf einen Ihm nachweisbaren Dokument gesetzt hat, so dass er keine Mitschuld seinerseits sieht? können die Spuren zur Aufklärung nicht nachweisbar auf Ihn geleitet werden? Na dann ist ja alles gut, denkt er sich wohl, ich habe keine Mitschuld.

Mitschuld ist in diesem Zusammenhang auch ein sehr schöner Begriff – ab wann besteht denn eine Mitschuld? Wenn man Druck ausübt auf Mitarbeiter, auf Gremien, auf alle..”die Stadt braucht unbedingt dieses Event, komme was wolle” ? Ach so, ich vergaß, ein solcher Druck ist keine Unterschrift auf einem Dokument. Wie steht denn in diesem Zusammenhang die nicht-Mitschuld der Oberbürgermeisterin von Bochum aus, welche ein Jahr zuvor die Loveparade wegen Sicherheitsgründen abgesagt hat? kein Zusammenhang sichtbar? Mitschuld sollte auf einer solchen Position auch mit Mitdenken gleichgestzt werden, Zusammenhänge erkennen, Folgen abschätzen.. ach so, das steht nicht in der Jobbeschreibung als verantwortlicher Oberbürgermeister.

Ich finde es ganz schlimm wie Verantwortlichkeiten geschoben werden, wie 21 Menschen erbarmungslos erdrückt werden konnten.

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